Im Rahmen einer zweitägigen Exkursion reiste eine Gruppe von 25 Funktionärinnen und Funktionären aus unterschiedlichsten Branchen nach Zürich. Unter der Leitung von Präsidentin Barbara Thaler bot das Programm hochkarätige Einblicke in zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Innovation, Nachhaltigkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Tag 1: Digitale Transformation und Standortpolitik

Nach der gemeinsamen Anreise startete die Exkursion mit einem Firmenbesuch bei Google Zürich. Im Mittelpunkt standen die Rolle von Cloud‑Technologien und Künstlicher Intelligenz sowie die Frage, wie digitale Innovationen neue Geschäftsmodelle ermöglichen und Unternehmen nachhaltige Wettbewerbsvorteile verschaffen können. Besonders eindrucksvoll waren die Einblicke in die Innovationskultur des globalen Technologiekonzerns.
economiesuisse – Dachverband der Schweizer Wirtschaft

Am Nachmittag folgte ein intensiver Austausch bei economiesuisse, dem wichtigsten Dachverband der Schweizer Wirtschaft.
Alexander Keberle, Leiter Standortpolitik, gab der Gruppe einen fundierten Einblick in die Berieche Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
In Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Geschäftsleitung wurden Themen wie Bürokratiereduktion, Steuer‑ und Arbeitsmarktpolitik, Innovationsförderung, Außenwirtschaft sowie Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit diskutiert. Der offene Dialog beim anschließenden Apéro bot Raum für vertiefende Diskussionen und Perspektivenvergleiche zwischen Österreich und der Schweiz.
Der Schweizer Markt – aus der Sicht des Wirtschaftsdelegierten
Den Abschluss des ersten Tages bildete ein gemeinsames Abendessen im traditionsreichen Zunfthaus zur Zimmerleuten. Ein Impuls von Wirtschaftsdelegiertem Patrick Sagmeister rundete den Tag ab und lenkte den Blick auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren des Standorts Schweiz.

Patrick Sagmeister, Wirtschaftsdelegierter Schweiz und Liechtenstein, zeigte den Teilnehmer:innen die Unterschiede in Geschäftskultur, Arbeitsmarkt und Rahmenbedingungen zwischen Österreich und der Schweiz auf.
Er gab Einblick in den Schweizer Markt, der sich durch hohe Kaufkraft, Qualitätsorientierung und Innovationsstärke auszeichnet. Erfolg basiert weniger auf Preis, sondern auf klarer Positionierung, Verlässlichkeit und langfristigem Denken.
Der Austausch liefert zudem wertvolle Impulse für die Standortdiskussion. Themen wie Bürokratieabbau, Innovationsförderung und internationale Wettbewerbsfähigkeit zeigen, welche Faktoren den Erfolg der Schweiz prägen und als Denkanstoß für den Wirtschaftsstandort Österreich dienen können.
Tag 2: Wirtschaft, Industrie und Markeninnovation

Der zweite Exkursionstag begann mit einem Betriebsbesuch bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Im Fokus standen die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung, Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen, nachhaltige Kreditvergabe sowie die zunehmende Digitalisierung und Innovation im Bankensektor. Besonders begeistern konnte die Gruppe das Programm der Start-Up-Finanzierung der Bank:. Die Zürcher Kantonalbank finanziert innovative Jungunternehmen mit Risikokapital. Das Jungunternehmen muss sich dafür in einer Startphase binfinden, den Firmensitz in der Schweiz haben, an einem innovativen Produkt oder einer innovativen Dienstleistung arbeiten sowie einen Prototyp bzw. ein Proof of Concept und einen Businessplan vorweisen.
Everllence: Transformation der Schwerindustrie

Anschließend ging es zu Everllence (ehemals MAN Energy Solutions), wo die Gruppe vom geschäftsführenden Direktor Patrik Meli praxisnahe Einblicke in die Transformation der Schwerindustrie erhielt.
Themen wie Dekarbonisierung, Energieeffizienz, klimaneutrale Technologien sowie politische und regulatorische Rahmenbedingungen wurden anhand konkreter Beispiele diskutiert. Der Rundgang durch den Produktionsbereich hinterließ bei allen Teilnehmer:innen bleibenden Eindruck.
Behind the scenes: On Labs Zürich
Den Abschluss des Programms bildete der Besuch in den On Labs Zürich der On AG. Das international erfolgreiche Schweizer Unternehmen gewährte Einblicke in seine Innovationsprozesse, Markenstrategie und Produktentwicklung. Besonders beleuchtet wurden dabei die Verbindung von Technologie und Emotion, hohe Flexibilität im Markt sowie der Stellenwert von Nachhaltigkeit. Zum Abschluss konnten die Teilnehmer:innen noch live bei der Produktion von LightSpray™, eines robotergesteuerten klebstofffreien Sprayschuhs, dabei sein.

Johannes Voelchert begeisterte mit seiner einmaligen Entwicklungs-Story und unkonventionelle Markteinführung dieses Ultralight-Schuhs für Spitzensportler.
Mit der LightSpray™-Technologie wird das Obermaterial für Schuhe nicht mehr aus vielen Einzelteilen gefertigt und aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt, sondern von einem Roboterarm in einem einzigen Schritt in nur 3 Minuten auf einen Leisten gesprüht.
#funktionärsein: Informieren – vernetzen – weiterbilden

Die Exkursion nach Zürich bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wertvolle Einblicke in erfolgreiche Wirtschaftsmodelle, innovative Unternehmensstrategien und zukunftsweisende Standortpolitik.
Der intensive Austausch mit führenden Unternehmen und Institutionen sowie der branchenübergreifende Dialog innerhalb der Gruppe machten die Reise zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
alle Fotos © WK Tirol
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