#funktionärsein: Mateo Leitner

Mateo Leitner. © Topo GmbH

Wir stellen vor…

Ausschussmitglied im Landesgremium des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels Tirol


Wie aus einer Idee ein Unternehmen wurde, davon weiß Mateo Leitner zu erzählen. Er und sein Team der Topo GmbH in Hall in Tirol haben ein Textilveredler-Betriebssystem entwickelt. Darüber hinaus arbeitet der Jungunternehmer als Funktionär in der WK Tirol mit. 

Das Unternehmertum wurde Mateo Leitner schon in die Wiege gelegt: Seine Eltern führen eine Firma in der Textilveredelungsbranche. „Als Kind hat es mich sehr interessiert, was meine Eltern machen. Ich war oft im Geschäft und habe ins Arbeiten hineingeschnuppert.” Und wie ging es bei ihm selbst los?

„Am Anfang stand die Idee, eine projektbasierte Software zu entwickeln. Die Textilveredelungsbranche ist bis heute stark geprägt von analogen Abläufen. Manuelle Prozesse, uneinheitliche Datenstrukturen und fehlende Systemlandschaften erschweren Effizienz und Wachstum, besonders für KMU. Der Ausgangspunkt war die Entwicklung einer Software, die Betriebe bei Angebotslegung, Auftragsabwicklung und Organisation unterstützen sollte“,

beschreibt Leitner die Anfänge seines eigenen Unternehmens Topo GmbH.

Mit der Südtiroler Firma Durst fand Mateo Leitner einen Investor. Mit der Einstellung eines Projektmanagers und eines Entwicklers war somit der Startschuss für die Softwareentwicklung gefallen. Marktreif war die erste Version der Software schließlich im Februar 2025. Die strategische Wende kam schließlich mit der Entscheidung, ein standardisiertes Betriebssystem für Textilveredler zu entwickeln, mit dem Ziel, Betrieben erstmals ein klares digitales Prozessgerüst zur Verfügung zu stellen.

Die Branche mitgestalten

Mateo Leitner ist nicht nur Unternehmer, sondern engagiert sich in der Wirtschaftskammer Tirol auch als Funktionär für seine Branche. Seit März 2025 arbeitet er im Ausschuss des Landesgremiums Versand-, Internet -und allgemeiner Handel mit.

„Dass ich in den Ausschuss gewählt wurde, war für mich wirklich überraschend, aber sehr erfreulich. Mir war es wichtig, einen Einblick in die Tätigkeiten der Wirtschaftskammer zu bekommen. Das ist mir gelungen“,

fasst der Betriebswirt zusammen. Auf die Frage, welche Ziele er in seiner Funktionärstätigkeit verfolgt, hat Leitner sofort eine Antwort parat:

„Wir brauchen mehr Unternehmergeist und bessere Rahmenbedingungen für junge Gründerinnen und Gründer. Gerade im digitalen Bereich liegt enormes Potenzial, das wir als Standort besser nützen müssen.“


 

Im Einsatz für die Branche
Landesgremium des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels Tirol
Mitglieder in Tirol: 2.134
Obmann: Markus Schwarzenberger
Obmann-Stellvertreter: Dominik Jenewein, Helmut Zaggl

Ziele für die Funktionsperiode 2025-2030:
1. Stärkung des E-Commerce Standorts Tirol durch maßgeschneiderte Serviceangebote, Förderungen, Netzwerkevents und Exkursionen. Auf Basis des 2. Tiroler E-Commerce Barometers (Umfrage) werden die Angebote zielorientiert weiterentwickelt.

2. Abbau von Bürokratie und Einsatz für einen fairen Wettbewerb im Onlinehandel: Wir fordern strengere Kontrollen für internationale Onlinemarktplätze, das Vorziehen der EU-Zollreform und eine Vereinfachung der Zollabwicklung. Gesetze mit weiteren bürokratischen Belastungen und Mehrfachregulierungen müssen verhindert werden.

3. Stärkung und Förderung des Lehrberufs E-Commerce Kaufmann/-frau durch zahlreiche Initiativen und Projekte (u.a. Förderung von Lehrbüchern und Exkursionen, PR-Kampagnen, Roadshow usw.)
Diverse Projekte für die Berufsgruppen Zoofachhandel, Werbeartikelhandel, Altwarenhandel und allgemeiner Handel

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